Waldorfseminar Hamburg
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Nicht vollkommen und fertig – Einweihung der neuen alten Räume in der „Hufe“

Mit einem Hallenfest haben wir den Erwerb der zweiten Immobilienhälfte in der Hufnerstraße gefeiert. Eindrücke der Premiere von Thomas Frank.

Gähnende Leere in einem Säulenwald auf 700 Quadratmetern. Zerschlissener Teppichboden und Spuren des ehemaligen Lagers für Bekleidungstextilien an den Wänden. Kein besonders einladendes Ambiente. Wie sollten wir uns in solchen Räumen präsentieren?

Kreativ oder plakativ? Oder vielleicht beides? Die Antwort fand schließlich einer unserer Studenten aus dem Tageskurs. Oliver von Below zauberte mit expressiven Bildern aus zurückliegenden Jahren eine Ausstellung in die Halle. Großformatige Selbstporträts in auffälligen Posen und Farben. Eyecatcher! So hatte niemand einen Blick für den Teppichboden oder die Wände über.

Heiße Würstchen mit Brötchen und Senf, Getränke an Stehtischen und Mucke von der spontan herbeigerufenen Band „Used 2 Be“ verhalfen zum Flash in etwas zurückliegende Jahre.

Es galt zu danken, der Region, den Schulen, dem Bund der Freien Waldorfschulen, die nicht nur durch gutes Zureden, sondern auch tat- und zahlungskräftig den Kauf ermöglicht haben! Und obwohl das Seminar nun schon seit 28 Jahren besteht, ist immer noch, oder immer wieder, Pioniergeist zu spüren. Nicht vollkommen und fertig zu sein, sondern im Prozess – so fühlen wir uns wohl.

Eine Stimmung, die sich auch auf alle Gäste des Abends übertrug und nicht nur in die Vergangenheit träumen, sondern gleichzeitig in die Zukunft schauen ließ. Über Architektur, Umbau und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten wurde dabei angeregt diskutiert und sinniert. Manche Räume benötigt das Seminar erst langfristig, sie bieten neue Perspektiven. Mit einem potentiellen Mieter für Ateliers, Übungsräume und Werkstätten sind wir kurz vor Vertragsabschluss.

Der Spruch „in die Hufe kommen“ – mit dieser Premierenfeier bekommt er eine neue, eine doppelte Bedeutung.