Waldorfseminar Hamburg
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Neue Fortbildungsreihe

Mit vier Modulen zur Selbstschulung und zur Anwendung im pädagogischen Alltag erweitert das Seminar sein theaterpädagogisches Angebot. Die Workshops richten sich an tätige Lehrer, die Sprachgestaltungskompetenzen ergreifen und vertiefen wollen. Das Basisseminar zum Auftakt der Fortbildungsreihe „Sprechen – Spielen – Inszenieren“ findet vom 27. bis 29. April statt.

„Wir kombinieren in dieser Fortbildung drei Elemente“, sagt die Initiatorin Roswitha Meyer-Wahl, die die Fortbildungsreihe gemeinsam mit zwei Kollegen leitet. Der Umgang mit der eigenen Stimme, der Einstieg ins Spielerische und das Inszenieren von Szenen sind die Schwerpunkte der Workshops. „Es geht um Sprache, Ausdruck, Verlebendigung des Menschen – des Lehrers und damit natürlich auch des Kindes“, erklärt die langjährige Dozentin. Das Team bündelt dabei Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen: Claudine Gauthier ist ausgebildete Schauspielerin, Eurythmistin und Theaterpädagogin; Christoph Bai hat Theaterpädagogik studiert und ist Klassenlehrer und Theaterpädagoge an der Waldorfschule Schwerin.

In der pädagogischen Arbeit zeige sich immer wieder, wie wichtig Sprachgestaltung sei, betont Roswitha Meyer-Wahl. „Gerade der Waldorflehrer, der kein Lehrbuch vor sich hat, sondern die Welt mit den Kindern gemeinsam kreiert, braucht sprachgestalterische Vielfalt.“ Bei den Studierenden beobachtet die Dozentin, dass Sprechen häufig lediglich als Mittel begriffen wird, um Informationen zu transportieren. „Aber das ist nur eine Ebene“ sagt die Sprachbegeisterte, beugt sich nach vorne, „…und die uninteressanteste“ flüstert sie und lacht. Was das mit der Lehrerbildung zu tun hat? Die Art und Weise, wie jemand Zugriff auf seine Stimme und auf sein Sprechen hat, wirkt sich auf die pädagogische Arbeit aus, so die 61-Jährige.

Mehr Mut zu Tempowechsel, Stimmwechsel und Pausen – auch dazu sollen die Workshops anregen. Das Basisseminar bietet zunächst eine Übersicht über die drei Bereiche Sprechen, Spielen, Inszenieren. Dazu zählen neben Stimmbildung und Sprechkompetenz, schauspielerische Grundlagenarbeit und das zielorientierte Führen kreativer Prozesse. Wer mit Schülern künstlerisch arbeite, müsse ausloten, welche Fähigkeiten und Möglichkeiten er selbst habe. „Lernen Sie das Fremde lieben – auch an sich,“ ermuntert Roswitha Meyer-Wahl.

Info: Anmeldemöglichkeit online hier.