Masterstudium

Impressionen einer Studentin der ersten Stunde

Spannender Perspektivwechsel

Mit dem neuen Studienjahr startet auch der Master-Studiengang zum Oberstufenlehrer. Das in Kooperation mit der Freien Hochschule Stuttgart entwickelte Angebot richtet sich speziell an Bachelor-Absolventen, die sich mit dem Studiengang zum Oberstufenlehrer qualifizieren können.

Monika ist eine von ihnen. Für die Journalistin ist die Entscheidung zum Masterstudium ein spannender Perspektivwechsel. Der Gedanke, umzusteigen, etwas Neues anzupacken, war in ihr schon länger gereift. „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer häufiger bei meiner Arbeit als Journalistin ein ungutes Gefühl. Die Branche ist ja sehr in Bewegung, die Arbeit wird immer entseelter, seichter. Der Druck, schneller und effektiver als die Konkurrenz zu sein, ist gewachsen“, erklärt Monika Z. „Es gibt kaum noch Raum und Zeit für gute Recherche, die ja eine wichtige Voraussetzung für die Funktion der Medien als vierte Instanz im Staat ist.“

Das neue Studienangebot gab schließlich den entscheidenden Impuls. „Ich kann jetzt meinen Wunsch, mich akademisch weiter zu qualifizieren mit einer neuen Berufsperspektive verbinden.“ Die ersten Wochen bestärken sie darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich mag die Atmosphäre am Seminar, die Dozenten, die Gruppe.“ Etwas genauer vielleicht? Sie lacht. „Naja, mir gefällt die Vielfalt. Der Wechsel von künstlerischen und handwerklichen Unterrichtseinheiten mit fachdidaktischen Themen ist das erste, was mir dabei konkret einfällt. Sich auch mal auf etwas einzulassen, was ich mir gar nicht zugetraut hätte.“

Dabei zeigt sie – nicht ohne Stolz – auf ihre plastizierte Frauenfigur. „Da habe ich sogar Schwierigkeiten gehabt, meine Figur nach der Stunde stehen zu lassen. Und mich dabei ertappt, wie ich mich von ihr bis zur nächsten Unterrichtseinheit gewissermaßen verabschiede.“ In ihren Erzählungen – über Mittagspausen, in denen Studenten und Dozenten reihum für die Verpflegung zuständig sind, über unterschiedliche Biographien, von denen sie dabei viel erfährt – schwingt auch ein wenig typisch journalistische Neugier mit.

Spannend und vielfältig seien die Begegnungen – auch mit sich selbst. „Ich entdecke gerade verschüttete Fähigkeiten in mir“, verrät die dreifache Mutter. „Das Kind kommt da wieder durch.“ Monika Z. scheint sich am Seminar eingelebt zu haben. „Man sitzt nicht nur in der Uni, sondern wird mit allen Sinnen angesprochen. Wir sind hier ein wenig wie eine Schulklasse mit der ganzen Bandbreite, die man so aus einem Klassenverband kennt.“ Klingt nach Warmlaufen für den späteren Berufsalltag….

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